Lavendel lässt sich zwar am besten im Freien ziehen, kann aber unter den richtigen Bedingungen auch im Haus in Töpfen wachsen. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du Lavendel erfolgreich im Haus anbaust:
🌿 1. Die richtige Lavendelsorte wählen
Für den Indoor-Anbau eignen sich kompakte Sorten wie:
- Lavandula angustifolia (Echter Lavendel)
- Lavandula ‘Hidcote’ oder ‘Munstead’ – kleinwüchsig und duftend
🪴 2. Geeigneter Topf
- Größe: Mindestens 20–30 cm Durchmesser
- Material: Terrakotta ist ideal, da es atmungsaktiv ist
- Drainagelöcher: Unbedingt nötig, da Lavendel keine Staunässe verträgt
🌱 3. Erde
- Beschaffenheit: Locker, durchlässig, leicht sandig
- Empfohlene Mischung:
- 2 Teile Blumenerde
- 1 Teil Sand oder Perlite
- Optional: etwas Kalk (Lavendel liebt kalkhaltigen Boden)
☀️ 4. Standort
- Licht: Lavendel braucht viel Sonnenlicht – 6–8 Stunden täglich
- Platzierung: Südliches Fensterbrett ist ideal
- Luftzirkulation: Gut belüfteter Raum, aber keine Zugluft
💧 5. Gießen
- Wenig gießen: Lavendel verträgt Trockenheit besser als Nässe
- Tipp: Gieße nur, wenn die oberste Erdschicht trocken ist
- Wasser ablaufen lassen: Überschüssiges Wasser im Untersetzer entfernen
🌸 6. Düngen
- Wenig Nährstoffe nötig
- Frühjahr bis Sommer: Alle 4–6 Wochen mit flüssigem Kräuterdünger (sparsam dosiert)
✂️ 7. Pflege & Rückschnitt
- Verblühtes regelmäßig entfernen
- Rückschnitt im Frühjahr: Leicht zurückschneiden, um kompakten Wuchs zu fördern
🌬️ 8. Im Winter
- Kühler Standort (10–15 °C) bevorzugt, um Ruhephase zu fördern
- Weniger gießen
✅ Tipps für Erfolg
- Nicht übergießen – Wurzelfäule ist häufigste Ursache für Probleme
- Jährlich umtopfen oder Erde erneuern
- Lavendel nicht mit anderen Kräutern zusammen in einem Topf halten (unterschiedliche Wasserbedürfnisse)