Es hat eine besondere Wirkung, Blumen genau zum richtigen Zeitpunkt zu pflanzen. Wenn sich der Boden erwärmt, die Tage länger werden und die Frostgefahr sinkt, bietet sich Ihrem Garten ein ideales Zeitfenster.
Wer in diesem Monat die richtigen Blumen im Freien pflanzt, schafft die Grundlage für monatelange Farbenpracht, Bestäuberaktivität und optische Wirkung.
Ob Sie nun Beete, Pflanzgefäße, Rabatten oder Insektenwiesen bepflanzen möchten – die Wahl saisonal geeigneter Blumen gewährleistet eine kräftige Wurzelbildung und gesündere Blüten.
Warum der richtige Zeitpunkt beim Pflanzen von Blumen wichtig ist
Blumen zur richtigen Zeit pflanzen:
- Verringert den Transplantationsschock
- Fördert stärkere Wurzelsysteme
- Verlängert die Blütezeit
- Minimiert den Schädlings- und Krankheitsdruck
- Verbessert die Trockenheitstoleranz im späteren Sommer
Die meisten der hier aufgeführten Blumen gedeihen am besten, wenn sie nach dem Ende der Frostgefahr oder wenn sich die Bodentemperaturen dauerhaft erwärmt haben, gepflanzt werden.
Nun wollen wir uns die besten Blumen ansehen, die man diesen Monat im Freien pflanzen kann.
1. Petunien
Petunien sind klassische Sommerblüher, die für ihre intensive Farbsättigung und ununterbrochene Blüte bekannt sind. Sie sind besonders wertvoll für Gärtner, die in Beeten, Rabatten und Kübeln eine beständige optische Wirkung erzielen möchten.
Bei einer Pflanzung in diesem Monat wachsen Petunien schnell an, solange die Bodentemperaturen konstant mild sind.
Sie bevorzugen volle Sonne und mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht täglich. Bei zu wenig Licht verkümmern sie und blühen weniger.
Das Wichtigste bei Petunien ist eine gute Drainage. Ihre Wurzeln vertragen keine Staunässe. Lockern Sie den Boden vor dem Pflanzen bis zu einer Tiefe von etwa 20 cm und mischen Sie Kompost nur leicht unter. Zu nährstoffreicher Boden kann zu übermäßigem Laubwachstum anstelle von Blüten führen.
Regelmäßiges Entfernen der verblühten Blütenköpfe fördert die Neubildung von Blüten und verhindert, dass Energie in die Samenproduktion fließt.
In Töpfen profitieren Petunien von einer zweiwöchigen Gabe verdünnten Düngers, da häufiges Gießen die Nährstoffe schnell auswäscht.
2. Ringelblumen
Ringelblumen sind robust, anpassungsfähig und hervorragend für Anfänger geeignet. Sie vertragen Hitze, ungleichmäßige Bewässerung und durchschnittliche Bodenverhältnisse.
Wenn man Ringelblumen in diesem Monat pflanzt, können sie vor dem Anstieg der Sommertemperaturen kräftige Stängel entwickeln. Sie bevorzugen volle Sonne und mäßiges Gießen.
Im Gegensatz zu manchen anderen Blumen sind Ringelblumen bezüglich der Bodenfruchtbarkeit anspruchslos. Tatsächlich kann ein zu nährstoffreicher Boden die Blütenbildung sogar beeinträchtigen. Ein gut durchlässiges Beet mit mäßig viel organischem Material ist ideal.
Ihr starker Duft soll bestimmte Gartenschädlinge abschrecken, weshalb sie beliebte Begleiter in Gemüsegärten sind.
Unabhängig davon, ob sie Schädlinge direkt abwehren oder nicht, ziehen sie nützliche Insekten an, die dazu beitragen, das Ökosystem des Gartens im Gleichgewicht zu halten.
3. Zinnien
Zinnien wachsen schnell und belohnen Gärtner mit prächtigen Blüten in nahezu allen erdenklichen Farben. Sie gedeihen am besten, wenn sie direkt in sich erwärmende Erde gesät werden.
Gute Luftzirkulation ist wichtig. Zinnien sind anfällig für Mehltau, wenn sie zu dicht gepflanzt werden. Pflanzen Sie sie daher mit ausreichend Abstand und vermeiden Sie das Gießen von oben.
Sie bevorzugen magere Böden gegenüber stark gedüngten Beeten. Ein Stickstoffüberschuss führt zu hohen Pflanzen mit weniger Blüten.
Sind Zinnien erst einmal angewachsen, vertragen sie Trockenperioden gut. Häufiges Schneiden fördert sogar die Neubildung von Blüten, wodurch sie sich hervorragend für Schnittblumengärten eignen.
4. Kosmos
Kosmeen gedeihen auch in Böden, die für andere Pflanzen zu nährstoffarm sind. Ihr federartiges Laub und ihre zarten Blüten verleihen Gartenbeeten eine weiche, luftige Note.
Sie bevorzugen volle Sonne und minimale Düngung. Tatsächlich verringert zu viel Düngung die Blütenbildung.
Kosmeen sind nach dem Anwachsen trockenheitsresistent. Sie vermehren sich leicht durch Selbstaussaat, sodass sie in der nächsten Saison auf natürliche Weise wiederkommen können.
Aufgrund ihrer hohen, flexiblen Stängel hilft das Pflanzen in Gruppen, Windschäden vorzubeugen.
5. Löwenmäulchen
Löwenmäulchen bevorzugen kühlere Temperaturen und vertragen eine frühe Pflanzung. Sie blühen üppig bei mildem Wetter und können bei extremer Hitze an Wachstum einbüßen.
Je nach Klima gedeihen sie am besten in voller Sonne bis Halbschatten. In wärmeren Regionen trägt Nachmittagsschatten zu einer längeren Blütezeit bei.
Durch das Stutzen der Triebspitzen junger Pflanzen wird ein buschigeres Wachstum und die Bildung zahlreicher Blütenstände gefördert.
Löwenmäulchen bevorzugen gleichmäßig feuchte Erde, sollten aber niemals in nassen Beeten stehen.
6. Stiefmütterchen
Stiefmütterchen gedeihen prächtig in den Übergangsjahreszeiten. Sie vertragen leichten Frost und bieten zuverlässig frühe Blütenpracht.
Nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden erzielt die besten Ergebnisse. Da Stiefmütterchen relativ flache Wurzeln haben, ist gleichmäßige Feuchtigkeit wichtig.
Sie bevorzugen kühlere Temperaturen. In heißeren Klimazonen können sie mit dem Näherrücken des Sommers verblassen.
Das regelmäßige Entfernen der verblühten Blütenköpfe regt die Pflanzen dazu an, neue Blüten zu produzieren, anstatt sich auf die Samenbildung zu konzentrieren.
7. Dahlien
Dahlien wachsen aus Knollen und bilden große, prächtige Blüten. Pflanzen Sie sie, sobald keine Frostgefahr mehr besteht und sich der Boden warm anfühlt.
Lockerer, gut durchlässiger Boden ist unerlässlich. Schwerer Lehmboden kann dazu führen, dass die Knollen faulen.
Pflanzen Sie die Knollen waagerecht etwa 10–15 cm tief. Höher wachsende Sorten müssen frühzeitig gestützt werden, bevor die Stängel groß werden.
Dahlien bevorzugen gleichmäßige Feuchtigkeit, aber keine Staunässe. Eine leichte Mulchschicht hilft, Bodentemperatur und -feuchtigkeit zu regulieren.
8. Sonnenblumen
Sonnenblumen sind unkompliziert und lohnend. Säen Sie die Samen direkt in gut durchlässige Erde an einem sonnigen Standort.
Sie entwickeln tiefe Pfahlwurzeln, daher hilft das vorherige Auflockern des Bodens beim frühen Wurzelwachstum.
Sonnenblumen benötigen in der frühen Wachstumsphase eine regelmäßige Bewässerung, werden aber später trockenheitstolerant.
Höhere Sorten benötigen in windigen Gebieten möglicherweise eine Stütze. Sie ziehen Bienen und Vögel an und sind daher sowohl ökologisch wertvoll als auch optisch ansprechend.
9. Geranien
Geranien sind zuverlässige Blüher, die sich hervorragend in Töpfen und Beeten eignen.
Sie benötigen eine gute Drainage und mäßige Bewässerung. Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknen.
Das Entfernen verblühter Blüten verhindert die Samenbildung und verlängert die Blütezeit. Geranien gedeihen am besten in voller Sonne, vertragen aber in wärmeren Klimazonen auch leichten Schatten.
10. Calibrachoa
Die Calibrachoa, oft auch „Millionenglocken“ genannt, produziert kaskadenartig kleine, petunienartige Blüten.
Diese Pflanzen benötigen regelmäßige Düngung, um üppig zu blühen. In Töpfen fördert eine alle zwei Wochen gegebene, verdünnte Düngung die kontinuierliche Blüte.
Sie benötigen gut durchlässigen Boden und volle Sonne. Überwässerung ist eine häufige Ursache für Misserfolge.
Regelmäßiges Stutzen verhindert langes, spargeliges Wachstum.
11. Begonien
Begonien gedeihen im Halbschatten und sind ideal für Gärten, die keine volle Sonneneinstrahlung erhalten.
Sie bevorzugen gleichmäßig feuchte, aber gut durchlässige Erde. Staunässe kann, insbesondere in dichtem Boden, zu Wurzelfäule führen.
Begonien sind frostempfindlich, daher sollten sie erst nach Stabilisierung der Temperaturen gepflanzt werden. Sie benötigen nur wenig Ausputzen und blühen die ganze Saison über unermüdlich.
12. Springkraut
Fleißige Lieschen sind Schattenspezialisten. Sie erhellen dunkle Ecken des Gartens, wo viele andere Blumen Schwierigkeiten haben.
Sie benötigen regelmäßige Feuchtigkeit und nährstoffreichen Boden. Trockener Boden führt schnell zum Welken.
Um Pilzbefall vorzubeugen, sollte man die Pflanzen am späten Nachmittag oder Abend nicht von oben gießen. Sie eignen sich besonders gut für flächige Pflanzungen und erzielen so eine beeindruckende Farbwirkung.
13. Lavendel
Lavendel bevorzugt trockene, sonnige Standorte mit guter Drainage.
Eine Pflanzung in diesem Monat ermöglicht es den Wurzeln, sich zu etablieren, bevor die Sommerhitze zunimmt.
Lavendel gedeiht schlecht in schwerem Lehmboden oder dauerhaft feuchten Böden. Bei Bedarf mit Sand oder Kies anreichern. Nach der Blüte leicht zurückschneiden, um die Form zu erhalten.
Sobald Lavendel angewachsen ist, benötigt er nur minimales Gießen.
14. Salvia
Salbei bildet hohe Blütenstände, die Bestäuber anlocken.
Volle Sonne und gut durchlässiger Boden sind unerlässlich. Zu nasser Boden führt zu Wurzelproblemen.
Das Entfernen verblühter Blüten fördert oft die Nachblüte. Salbei verträgt nach dem Anwachsen Hitze und Trockenheit.
15. Mädchenauge
Coreopsis ist eine robuste Staude, die für ihre fröhlichen, gänseblümchenartigen Blüten bekannt ist.
Es gedeiht am besten in voller Sonne und auf durchschnittlichem Boden.
Ist die Pflanze erst einmal angewachsen, benötigt sie nur wenig Wasser. Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte kann eine zweite Blüte anregen.
Bodenvorbereitung vor der Pflanzung
Unabhängig von der Blumenart ist die Bodenvorbereitung entscheidend für den Erfolg.
Lockern Sie verdichteten Boden, um das Wurzelwachstum zu fördern. Entfernen Sie Unkraut vollständig. Mischen Sie mäßig Kompost unter, um die Bodenstruktur zu verbessern, vermeiden Sie jedoch eine Überdüngung der Beete.
Für die meisten blühenden Pflanzen ist eine gute Drainage wichtiger als übermäßige Nährstoffversorgung.
Bewässerung nach dem Pflanzen
Frisch gepflanzte Blumen benötigen gleichmäßige Feuchtigkeit, bis sie gut angewachsen sind. Danach sollte man tiefer, aber seltener gießen.
Um das Pilzrisiko zu verringern, sollten die Pflanzen immer direkt am Fuß gegossen werden.
Langfristiger Blütenerfolg
Für kontinuierliche Blüten:
- Deadhead regelmäßig
- Sorgen Sie für ausreichend Sonnenlicht
- Überdüngung vermeiden
- Luftstrom aufrechterhalten
- Die Bewässerung dem Wetter anpassen.
Blumen reagieren stärker auf Beständigkeit als auf Extreme.
Blumen im Freien zu pflanzen, ist in diesem Monat eine Investition in die kommende Saison.
Durch die Auswahl geeigneter Sorten und die Berücksichtigung von Bodenbeschaffenheit, Drainage, Pflanzabstand und Licht schafft man die Voraussetzungen für ein kräftiges Wachstum und eine anhaltende Blüte.