Grabenkompostierung ist eine der einfachsten Methoden, den Gartenboden zu verbessern und gleichzeitig Küchen- und Gartenabfälle zu entsorgen. Anstatt einen Komposthaufen anzulegen, vergräbt man organisches Material direkt in der Erde und lässt Würmer, Pilze, Bakterien und Feuchtigkeit es auf natürliche Weise zersetzen. Das Ergebnis ist ein nährstoffreicherer Boden, der Feuchtigkeit besser speichert und Nährstoffe langsam und gezielt dort freisetzt, wo die Pflanzen sie benötigen.

Die Grabenkompostierung ist beliebt, weil sie einfach, pflegeleicht und unauffällig ist. Man muss den Kompost nicht umsetzen, keinen Kompostbehälter besorgen und bei richtiger Anwendung entsteht kaum Geruch. Für kleine Gärten, Gemüsebeete und alle, die eine leise und praktische Kompostierungsmethode suchen, ist die Grabenkompostierung eine sehr gute Wahl.
Warum Menschen Grabenkompostierung nutzen
Der Hauptzweck der Grabenkompostierung besteht darin, den Boden direkt zu düngen. Vergrabenes organisches Material verbessert die Bodenstruktur, erhöht die Wasserspeicherfähigkeit sandiger Böden, lockert schwere Lehmböden und fördert Regenwürmer und nützliche Mikroorganismen. Zudem reduziert es den Hausmüll und bietet Gärtnern eine einfache Alternative zu oberirdischen Komposthaufen.
Ein weiterer Grund für die Beliebtheit dieser Methode ist ihre Bequemlichkeit. Wer keinen sichtbaren Komposthaufen möchte oder nicht genügend trockenes Material für einen herkömmlichen Haufen hat, für den ist die Grabenkompostierung deutlich einfacher.
Was Sie verwenden können
Am besten eignen sich weiche, natürliche Reste, die sich relativ schnell zersetzen. Gut geeignet sind beispielsweise Obst- und Gemüseschalen, Kaffeesatz, Teeblätter, zerstoßene Eierschalen, verwelkte Blüten, weiches, samenloses Unkraut, Salat, Pflanzenreste und gehackte Blätter. Kleine Mengen geschreddertes Papier oder Karton können ebenfalls verwendet werden, sofern sie glatt und nicht glänzend sind.
Kleinere Stücke eignen sich immer besser als große. Durch das Zerkleinern von Küchenabfällen verrotten diese schneller und die Gefahr von Gerüchen oder Schädlingen wird verringert.
Was Sie nicht verwenden sollten
Vergraben Sie kein Fleisch, keinen Fisch, keine Knochen, keine Milchprodukte, keine Öle, keine fettigen Speisen und keine gekochten Reste mit Soße oder Fett. Diese Stoffe ziehen mit großer Wahrscheinlichkeit Ratten, Waschbären, Hunde, Katzen und andere Aasfresser an. Außerdem entwickeln sie starke Gerüche und zersetzen sich unter der Erde nur schlecht.
Vermeiden Sie außerdem Tierkot, krankes Pflanzenmaterial, invasive Unkräuter und samenreiche Unkräuter. Dicke, verholzte Stängel und große Äste sind in der Regel zu langsam, um genutzt zu werden, es sei denn, sie werden sehr fein zerkleinert.
Wie man einen Graben aushebt
Ein einfacher Graben sollte etwa 20 bis 30 cm tief sein. Diese Tiefe reicht aus, um das Material gut zu verbergen, Gerüche zu minimieren und zu verhindern, dass die meisten Tiere es bemerken. Je nach Gartengestaltung kann der Graben eine gerade Reihe, ein Kreis oder eine kleine Grube sein.
Die Gartenabfälle werden locker in den Grabenboden gegeben und verteilt. Sie sollten nicht zu dicht angedrückt werden, da eine zu dichte Schicht langsam verrottet und zu Staunässe führen kann. Anschließend wird das Material mit mindestens 15 bis 20 cm Erde bedeckt. Die Erde wird leicht angedrückt und bei sehr trockenem Boden sparsam bewässert.
Das ist alles. Einmal vergraben, übernimmt das Bodenleben.

Wie man Ratten und andere Tiere vermeidet
Dies ist einer der wichtigsten Aspekte der Grabenkompostierung und hängt hauptsächlich davon ab, was man vergräbt und wie gut man es vergräbt.
Geben Sie niemals Fleisch, Milchprodukte, Fett oder ölige Speisen hinzu. Diese ziehen Schädlinge besonders an. Beschränken Sie sich auf Obst-, Gemüse- und pflanzliche Reste.
Zweitens, graben Sie tief genug. Flache Gräben sind einer der Hauptgründe, warum Tiere vergrabene Exkremente finden. Ein Graben, der mindestens 20 bis 30 Zentimeter tief ist, ist wesentlich sicherer als ein flacher.
Drittens, bedecken Sie die Essensreste vollständig mit Erde. Lassen Sie keine Lebensmittelreste in der Nähe der Oberfläche sichtbar. Selbst kleine, freiliegende Reste können Aufmerksamkeit erregen.
Viertens: Vermeiden Sie es, sehr große Mengen an einer kleinen Stelle zu vergraben. Eine große Konzentration frischer Küchenabfälle kann stärkere Gerüche verursachen. Es ist besser, das Material zu verteilen oder mehrere Gräben über einen längeren Zeitraum anzulegen.
Fünftens: Zerkleinern Sie Essensreste, bevor Sie sie vergraben. Kleinere Stücke verrotten schneller und bleiben seltener lange genug im Boden, um Schädlinge anzulocken.
Wenn Tiere in Ihrer Gegend ein ernsthaftes Problem darstellen, können Sie zusätzlich eine Schicht Erde, dann einige trockene Blätter und anschließend noch mehr Erde über den Graben geben, um ihn besser abzudecken. Eine Mulchschicht kann außerdem helfen, Gerüche zu neutralisieren.
Wann man es verwendet
Die Grabenkompostierung funktioniert immer dann, wenn der Boden umgegraben werden kann. Viele Gärtner nutzen sie im Herbst, um die Beete für die Frühjahrspflanzung vorzubereiten, aber sie kann auch während der Vegetationsperiode auf leeren Flächen, zwischen Reihen oder in zukünftigen Pflanzbereichen durchgeführt werden.
Es ist besonders nützlich vor dem Anbau von stark nährstoffbedürftigen Kulturen wie Kürbis, Zucchini, Gurken, Tomaten, Mais und Melonen.
Wann und wie man anschließend pflanzt
Pflanzen Sie nicht sofort direkt in frisch vergrabene Pflanzenreste. Während der frühen Zersetzungsphase verbrauchen Bodenmikroben Stickstoff, wodurch die Nährstoffverfügbarkeit für junge Pflanzen vorübergehend eingeschränkt werden kann. Frische Pflanzenreste können außerdem Wärme erzeugen und zu ungleichmäßigem Verdichten führen.
Als Faustregel gilt: Warten Sie mindestens zwei bis sechs Wochen, bevor Sie in der Nähe oder oberhalb eines Grabens pflanzen. Bei kühlem Wetter oder wenn die Gartenabfälle grob und reichlich vorhanden sind, warten Sie länger.
Für die sofortige Aussaat sollten Samen und Setzlinge etwa 15 bis 30 cm vom frischen Pflanzgraben entfernt gehalten werden. Nach einigen Wochen, wenn die Zersetzung begonnen hat, kann man enger pflanzen. Wurde der Graben bereits gut vorbereitet, eignet sich der Bereich darüber hervorragend als Pflanzzone.
Achten Sie beim Pflanzen darauf, dass die oberste Bodenschicht fest und krümelig ist. Falls der Boden abgesackt ist, ebnen Sie ihn zunächst ein. Pflanzen Sie dann wie gewohnt und bringen Sie Mulch aus, um die Feuchtigkeit gleichmäßig zu halten.

Häufige Fehler
Der häufigste Fehler ist das Vergraben des falschen Materials. Der zweite Fehler ist, den Graben zu flach auszuheben. Ein weiterer Fehler ist, zu früh zu pflanzen, bevor das vergrabene Material Zeit hatte, sich zu zersetzen. Auch ein überfüllter Graben ist problematisch, da sich der Boden später stark absenken kann. Große, ungeschnittene Äste verlangsamen den gesamten Prozess, daher lohnt es sich immer, sie zu zerkleinern.
Grabenkompostierung ist zwar nicht spektakulär, aber eine der praktischsten Kompostierungsmethoden für Gärtner. Richtig angewendet, ist sie sauber, einfach und sehr effektiv. Man vergräbt die richtigen Materialien, hält den Graben tief, bedeckt alles gut und gibt dem Ganzen Zeit, um den Boden stetig nährstoffreicher, lockerer und fruchtbarer zu machen.