7 wichtige Fakten, die jeder über Kartoffeln wissen sollte

Kartoffeln gehören weltweit zu den Grundnahrungsmitteln. Sie sind günstig, sättigend und unglaublich vielseitig für selbstgemachte Gerichte. Trotz ihres häufigen Verzehrs gibt es jedoch einige Regeln zur Lagerung, Zubereitung und zum Genuss von Kartoffeln, die den meisten Menschen unbekannt sind. Wer diese einfachen Fakten kennt, kann das Beste aus seinen Kartoffeln herausholen und gleichzeitig seine Familie vor unerwarteten natürlichen Giftstoffen schützen.

Hier sind sieben wichtige Fakten, die jeder über Kartoffeln wissen sollte:

1. Grüne Kartoffeln enthalten ein starkes Gift

  • Die Ursache: Wenn Kartoffeln dem Licht ausgesetzt werden, verfärben sie sich grün. Diese grüne Farbe stammt vom Chlorophyll, das an sich harmlos ist. Das Licht veranlasst die Kartoffel jedoch auch zur Produktion des starken natürlichen Giftstoffs Solanin.
  • Die Gefahr: Der Verzehr von zu viel Solanin kann starke Magenschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen.
  • Die Lösung: Kochen zerstört Solanin nicht. Ist der grüne Fleck klein, kann man ihn gründlich abschälen, bis man normales Fruchtfleisch erreicht. Ist die Kartoffel nach dem Kochen sehr grün oder schmeckt sie bitter, muss sie entsorgt werden.

2. Sprossen sind ebenfalls giftig

  • Die Ursache: Wenn eine Kartoffel längere Zeit liegt, versucht sie, durch das Austreiben von Trieben zu einer neuen Pflanze heranzuwachsen. Um diese empfindlichen neuen Triebe zu schützen, gibt die Kartoffel hohe Mengen an Solanin an die Triebe und die Keimaugen (die Vertiefungen, in denen die Triebe wachsen) ab.
  • Die Gefahr: Der Verzehr der Sprossen oder des unmittelbar sie umgebenden Fruchtfleisches kann zu Erkrankungen führen.
  • Die Lösung: Ist die Kartoffel noch hart und fest, schneiden Sie einfach den gesamten Keim und das Auge heraus. Der Rest der Kartoffel ist unbedenklich. Ist die Kartoffel weich, matschig oder stark runzelig geworden, haben sich die Giftstoffe ausgebreitet, und Sie sollten sie entsorgen.

3. Der Kühlschrank ruiniert sie

  • Der Grund: Viele Menschen legen Kartoffeln in den Kühlschrank, um sie länger haltbar zu machen, aber die Kälte wandelt die komplexen Stärken der Kartoffel schnell in Rohzucker um.
  • Die Gefahr: Wenn man diese kalt gelagerten Kartoffeln bei hoher Hitze backt, brät oder frittiert, reagieren die überschüssigen Zucker miteinander und bilden eine gefährliche Chemikalie namens Acrylamid, die bekanntermaßen ein Gesundheitsrisiko darstellt.
  • Die Lösung: Lagern Sie Ihre Kartoffeln immer an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort, z. B. in einer Speisekammer oder einem unteren Schrank. Legen Sie sie niemals in den Kühlschrank.

4. Zwiebeln sind ihr größter Feind.

  • Die Ursache: Es ist üblich, Kartoffeln und Zwiebeln zusammen im selben Korb oder Behälter zu lagern, aber das ist ein Fehler.
  • Die Gefahr: Zwiebeln geben beim Lagern auf natürliche Weise Ethylen ab. Dieses Gas lässt Kartoffeln viel schneller keimen und verderben als üblich. Gleichzeitig geben Kartoffeln Feuchtigkeit an die Luft ab, was das Verfaulen der Zwiebeln begünstigt.
  • Die Lösung: Bewahren Sie Kartoffeln und Zwiebeln in völlig getrennten Bereichen Ihrer Küche oder Speisekammer auf.

5. Die Kartoffelpflanze produziert giftige „Beeren“.

  • Der Grund: Kartoffeln gehören zur Familie der Nachtschattengewächse. Während wir die Knolle essen, die sicher unter der Erde wächst, hat die oberirdische Pflanze ihren eigenen Lebenszyklus.
  • Die Gefahr: Lässt man die Kartoffelpflanze eine ganze Saison lang wachsen, blüht sie und bildet kleine, grüne Früchte, die unreifen Kirschtomaten zum Verwechseln ähnlich sehen. Diese „Beeren“ sind hochgiftig und enthalten große Mengen Solanin. Sie dürfen unter keinen Umständen verzehrt werden.

6. Durch das Kochen von gehackten Kartoffeln werden Nährstoffe weggespült.

  • Der Grund: Kartoffeln sind eigentlich sehr gesund und enthalten viel Kalium und Vitamin C. Allerdings lösen sich diese Nährstoffe leicht in Wasser.
  • Die Gefahr: Wenn man Kartoffeln schält und in kleine Würfel schneidet, bevor man sie zu Kartoffelpüree kocht, geht ein Großteil ihrer Nährstoffe in das Kochwasser über und landet direkt im Abfluss.
  • Die Lösung: Um die Vitamine in den Kartoffeln zu erhalten, kochen Sie sie am besten ungeschält. Nach dem Garen lassen sie sich dann ganz einfach schälen und klein schneiden.

7. Wenn man Pommes frites zu lange einweicht, werden sie matschig.

  • Der Grund: Ein toller Trick für selbstgemachte Pommes frites ist, die geschnittenen Kartoffeln 30 Minuten in kaltem Wasser einzuweichen. Dadurch wird überschüssige Stärke entfernt, sodass sie im Öl oder Ofen perfekt knusprig werden.
  • Die Gefahr: Vergisst man die Kartoffelstücke und lässt sie zu lange im Wasser einweichen (z. B. über Nacht auf der Arbeitsfläche), saugen sie sich wie Schwämme voll und werden völlig durchnässt.
  • Die Lösung: Wenn man Kartoffeln mit zu viel Wasser kocht, garen sie von innen heraus und werden matschig. Für die beste Konsistenz sollten sie nur kurz, maximal 30 Minuten, eingeweicht werden.

Kartoffeln sind eine zuverlässige Zutat für die heimische Küche. Mit diesen einfachen Regeln bleiben Ihre Kartoffeln länger frisch, behalten ihre wertvollen Vitamine und sind für alle unbedenklich zum Verzehr geeignet.

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